Home | Suche

Vorsicht bei Abzocker-Seiten

Dass es im Internet viele kostenlose Leistungen und Inhalte gibt, hat sich über die Jahre in den Köpfen vieler Menschen eingebrannt. Diese entstandene „kostenlos-Mentalität“ ist zum Teil so stark verankert in den Köpfen, dass windige Geschäftemacher versuchen, diese Tatsache  schamlos auszunutzen.

Dabei erstellen die Abzocker oft ganz harmlos aussehende Webseiten, die so aufgebaut sind, als würden sie kostenlose Informationen bieten, aber erst nach einer einfachen Anmeldung freigeben. Meist steht dann ganz kleingedruckt oder in der Seitenleiste ein Hinweis auf die  entstehenden Kosten (z.B. Monats- oder Jahresgebühr).

Abzocker-Seiten erkennen

Folgende Fragen können helfen, die Abzocker-Seiten zu enttarnen:

  • Bei Seiten, die eine Eingabe der eigenen Adresse fordern: habe ich mir sämtliche Text-Bereiche unmittelbar auf der Anmelde-Seite durchlesen (auch das Klein-/Grau-Gedruckte) und nach eventuell erwähnten Kosten durchforstet?
  • Macht die Eingabe meiner Adresse / Geburtsdatum auf der jeweiligen Seite überhaupt Sinn?
  • Handelt es sich um einen Shop, der meine Adresse verständlicherweise zur Bestellabwicklung benötigt, oder soll ich nur künstlich zur Herausgabe überredet werden?

Enttarnung der Abzocker-Seiten mit Google

Eine Hilfe kann auch die Suche nach dem Domain-Namen in Verbindung mit dem Wort „abzocke“ bei Google sein (also z.B. „example.com abzocke“). Tauchen dort auf den ersten Ergebnisseite schon mehrere Erfahrungsberichte verärgerter Nutzer oder Negativ-Berichte der einschlägigen Fachpresse auf, ist höchste Vorsicht geboten.

Und wie so oft hilft auch hier der gesunde Menschenverstand weiter: warum sollte jemand kostenlos Informationen anbieten, die horrende Rabatte bei Produkten oder ähnliches ermöglichen? Wenn ein Angebot „zu gut um wahr zu sein“ klingt, dann ist es das meistens auch…

Was tun nach einer Anmeldung auf einer Abzock-Seite?

Ist es einmal passiert und die Anmeldung erfolgt, erhält man in der Regel nach Ablauf der Widerspruchsfrist ein Schreiben mit Zahlungsaufforderung. Wer nicht reagiert, kann mit Mahnungen, Schreiben von Inkasso-Büros und in weiterer Instanz zumeist einem gerichtlichen Mahnbescheid rechnen. Spätestens bei letzterem ist unbedingt zu empfehlen darauf zu reagieren (z.B. die Forderung als unberechtigt zurückzuweisen), da dies ansonsten automatisch als Rechtmäßigkeit der Forderung gewertet werden kann.

Widerruf innerhalb der Widerrufsfrist

Wer noch innerhalb der zumeist zwei-wöchigen Widerrufs-Frist bemerkt, dass er einen Fehler begangen hat, der kann innerhalb dieser Phase seinen „Kauf“ problemlos widerrufen. Dies kann per E-Mail, FAX oder postalisch erfolgen, wer sicher gehen will, greift auf ein Einschreiben zurück. Allerdings muss damit gerechnet werden, dass die Abzock-Firmen nicht auf den Widerruf eingehen, sondern so tun als wäre dieser nicht, nicht rechtzeitig oder nicht ordnungsgemäß erfolgt. Da kann „Aussitzen“ des Problems eine hilfreiche Lösung sein, spätestens bei einem gerichtlichen Mahnbescheid sollte jedoch entsprechend reagiert werden.

Im Zweifelsfall ist eine Beratung vom Anwalt des Vertrauens zu empfehlen.

Autor: admin

2 Kommentare zu “Vorsicht bei Abzocker-Seiten”

  1. Ist das direkt aus der BILD kopiert?
    Diese Panikmeldungen dienen wohl ausschließlich dazu den eigenen Umsatz zu steigern…

  2. Nein, wir recherchieren unsere Artikel selbst. Den eigenen Umsatz steigern wir dadurch kaum, da ja außer ein paar allgemeinen Tipps nur die Empfehlung enthalten ist, einen Anwalt hinzuzuziehen – derartige Leistungen bieten wir nicht an.

    Aber aus aktuellem Anlass war es uns wichtig, auf die Machenschaften der Abzocker hinzuweisen, in deren Fallen täglich (leider) immer noch viele unbedarfte Internetnutzer tappen.

Kommentar eingeben


Impressum · Datenschutz