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GfK-Studie: Internet-Nutzer wollen kostenlose Inhalte ohne Werbung

Laut einer internationalen Studie der Marktforscher vom GfK Verein wollen 77 Prozent der Internet Nutzer weltweit kostenlos durch’s World Wide Web. Viele der Zahlungsunwilligen wünschen sich auch noch werbefreie Inhalte. Der GfK Verein und GfK Custom Research (GfK: Gesellschaft für Konsumforschung) haben im Auftrag des Wall Street Journal Europe 16.800 Leute aus 17 verschiedenen Ländern zum Thema befragt.

Demnach wären nur 13 Prozent der Befragten bereit, überhaupt etwas für die Informationen zu bezahlen. Rund 30 Prozent hätten am liebsten auch keine Werbung – also ein gänzlich werbefreies Angebot. Ganz überraschend ist das nicht: wieso sollte man auch für etwas, das es schon immer kostenlos gab, auf einmal etwas bezahlen. Wie solche kostenlosen und werbefreien Webinhalte finanziert werden sollen, wurde in dieser Studie leider nicht gefragt.

USA, Niederlande und Schweden mit deutlich höherer Zahlungsbereitschaft

In Deutschland wären nur neun Prozent der Konsumenten bereit etwas zu zahlen. In den USA sind es immerhin 17%, in Groß Britannien und den Niederlanden 20% und in Schweden 23% der Befragten, die zahlungswillig wären. Schlechter als Deutschland haben die Spanier mit sechs Prozent, die Polen mit fünf Prozent und die Rumänen mit nur vier Prozent abgeschnitten.

In Zukunft mehr Bezahlinhalte?

In Zukunft wollen viele Anbieter mehr solcher Bezahlinhalte im Internet bereitstellen. Denn ganz uneigennützig ist die erstelle Studie selbstverständlich nicht: das beauftragende „Wall Street Journal Europe“ gehört ebenso wie die Londoner „Times“ zum Angebot des Medien-Moguls Rupert Murdoch, der schon seit einiger Zeit mit Aussagen zu möglichen (freiwilligen) Ausschluss aus der Google Suchmaschine von sich Reden macht. Die Website der Londoner „Times“ soll bald komplett kostenpflichtig sein, weitere Angebote aus dem News Corp Dunstkreis sollen folgen. Bleibt nur abzuwarten was aus den Angeboten wird wenn nur die wenigsten bereit sind, dafür zu bezahlen.

Zur Pressemitteilung » (PDF)

Autor: admin

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