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Bewerber werden im Internet überprüft

Dass in Personal-Abteilungen als eine der ersten Handlungen nach Erhalt einer neuen Bewerbung das „Abchecken“ des Bewerbers nach Spuren im Netz ist, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Hat es aber scheinbar nicht: immer wieder sind die Menschen überrascht davon (bzw. bekommen es gar nicht mit), dass unvorteilhafte Bilder oder Äußerungen im Netz für ein Scheitern dieser frühen Phase der Bewerberauswahl verantwortlich sind.

Umso besser dass die Medien immer wieder einmal verstärkt auf dieses Problem hinweisen. Das Bewusstsein für diese Thematik muss noch deutlich geschärft werden, viel zu oft sind unachtsam in eine Plattform eingestellte Bilder der Grund für ein negatives Image des Bewerbers. Besonders die sozialen Netzwerke (neudeutsch: „Social Networks“) wie z.B. Facebook laden dazu ein, ganz einfach möglichst viele Bilder oder gar Videos von sich einzustellen.

Was wenn der Chef das Foto sieht?

Dabei ist es eigentlich ganz einfach: bei jedem Bild das ins Internet hochgeladen wird, vorher überlegen, ob das ein potenzieller zukünftiger Chef sehen sollte, oder besser nicht. Wenn das den Spaß an der Sache raubt, dann besteht immer noch die Möglichkeit, sich bei einem Dienst unter einem Pseudonym anzumelden und so Rückschlüsse auf die eigene Person zu vermeiden.

Aber Vorsicht: oft verschlagworten (taggen) andere Mitglieder des Netzwerkes das Vorkommen der eigenen Person auf einem Schnappschuss, der lieber nicht in die Hände des verantwortlichen Personalers fallen sollte. In solch einem Fall kann der Dargestellte sich wehren und um Entfernung bitten. Notfalls ist dies auch mit rechtlichen Mitteln möglich, falls sich der Einsteller weigert, den Hinweis bzw. das Foto zu entfernen. Denn das Recht am eigenen Bild hat jeder selbst inne und kann somit frei entscheiden wo er auftauchen möchte und wo nicht (Ausnahmen sind z.B. Personen des öffentlichen Lebens in öffentlichen Situationen).

Bilder gar nicht erst veröffentlichen

Plattformen wie Facebook oder MeinVZ machen es den Nutzern sehr einfach, die hochgeladenen Bilder für alle Welt freizugeben, bzw. für den „Freundes“kreis (online ist dieser meist etwas größer als im realen Leben). Daher gab es kürzlich in den USA sogar schon Klagen, in denen sich die Personen gegen die Veröffentlichung von Fotos wehren wollten, die sie selbst eingestellt hatten…

Wer also nicht möchte, dass eine größere Menschenmasse Bilder von sich im Internet sehen kann, der sollte diese  am besten gar nicht erst hochladen sondern auf dem heimischen Rechner belassen und dort seinen Freunden zeigen. Eine andere Option ist es, die Schnappschüsse einfach ganz „altmodisch“ mit einem der zahlreichen Bilderdienste entwickeln zu lassen und seinen Vertrauten beim nächsten Treffen zu zeigen – offline und ganz ohne Computer…

Autor: admin

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